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Vom Schwarzwald Nach Genua – Deutschland, Schweiz, Italien

Vom Schwarzwald nach Genua – Deutschland, Schweiz, Italien

Heute wurde ich einfach nur noch mit Eindrücken und Erlebnissen überflutet. Ist ja auch kein Wunder, schließlich habe ich so einiges an Kilometern zurückgelegt und mich dabei in drei Verschiedenen Ländern bewegt. Auch wenn ich jetzt am Abend (wir haben grade 23:05 Uhr) wieder beginne alles aufzuschreiben, vergesse ich wahrscheinlich trotzdem bereits jetzt die Hälfte meiner Gedanken.. Aber gehen wir mal chronologisch vor:

Die schönste Überraschung der bisherigen Reise

Der Morgen hat einfach schon fantastisch begonnen: Ich habe gut geschlafen, die Sonne schien und ich war voller Vorfreude auf Italien. Aber es wurde noch besser!

Nachdem ich aufgestanden bin und wie jeden Morgen das Auto ein wenig lüfte, die Vorhänge öffne, etc. riefen Franz und Miri (also die beiden mit dem VW Bus von gestern Abend) auch schon rüber, dass sie Frühstück fertig haben.

Alleine die Tatsache mich zu einem gemeinsamen Früchstück einzuladen war ja schon eine supper nette Geste, aber es wurde noch besser: Sie haben nicht nur Kaffee für uns gekocht, sondern auch schon frische Brötchen und Aufstrich für uns drei geholt. Also folgte jetzt erstmal ein ausgiebiges Frühstück!

Falls ihr beiden das lesen solltet – nochmal vielen Dank dafür!

Ceck-Out

Nach dem Frühstück, war dann aber auch schon soweit – normalerweise muss der Campingplatz um 11 verlassen werden. Da wir (also Franz, Miri und ich) aber außerhalb auf dem Stellplatz standen, wurde hier eine Ausnahme für uns gemacht!
Also in aller Ruhe spülen, fertig machen und erst gegen 12 losfahren. Nachdem Reifendruck, etc auch überprüft waren und ein paar Vorräte beim Aldi aufgefüllt waren, ging es dann auch los.

Italien ich komme!

Richtig gelesen, nachdem ich gestern vom Campingplatz bescheid bekommen habe, dass ausreichend Platz herrscht, habe ich beschlossen in einem durchzufahren. Wenn du denkst, jetzt schreibe ich noch wie ich ankam und das wars, hast du wohl noch nicht genügend andere Beiträge von mir gelesen 😉 ganz im Gegenteil, es gibt heute noch so viele zu berichten! Die Fahrt war voller Erkenntnisse, Erfahrungen und auch Ärgernisse, dass sich sicherlich noch in halbes Buch schreiben ließe.

Schweiz

Grenzüberquerung  in die Schweiz

Da ich mit dem Auto unterwegs bin, beginne  ich dann auch mal sogleich mit diesem Aspekt. Während ich zuhause tausende Male dran erinnert wurde und mir selbst immer wieder vorgehalten habe, wie wichtig es ist die Vignette für die Autobahnen zu besorgen, habe ich es mal wieder geschafft.  Über der Autobahn erschienen drei Schilder:

  1. Autos mit Vignette nach links
  2. Autos ohne auf die zweite Spur von rechts
  3. Busse und LKW nach rechts

Genau, gezwungener maßen konnte ich natürlich weder auf die Linke, noch auf die rechte Spur😂. Es ist aber auch nicht so, dass ich nicht an die Vignette gedacht habe, ganz im Gegenteil – ich hab nonstop an sie gedacht. Sogar so sehr, dass ich vergessen habe darauf zu achten, wie nahe die Grenzen ist!

Aber soweit kein Problem, nach einem freundlichen „40€, oder runter von der Bahn“ von dem Grenzbeamten, war die Angelegenheit erledigt und auch ich hatte meine Vignette für die Schweiz!

Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h!

Auch hieran hat der Grenzbeamten mich erinnert und soweit hatte ich damit auch kein Problem. Viel schnelleres möchte ich meinem Schätzchen ja eh nicht zumuten. Schließlich ist das Auto ja auch nicht mehr das jüngste. Viel schlimmer ist allerdings: die Schweizer halten sich genau an die Höchstgeschwindigkeiten, sehr genau!

Das ganze geht soweit, dass in der 100er Zone dann doch lieber 90 km/h gefahren wird – man könnte ja zu schnell werden!

Die absolute Krönung ist aber, wenn dann in Tunneln, wo die Höchstgeschwindigkeit meist eh schon auf 80 km/h begrenzt ist, von vielen grade einmal 60 km/h gefahren wird… Freut mich ja, dass sie so entspannt sind, find ich echt gut.. Aber irgendwie würde ja doch ganz gerne noch heute ankommen.. Also blieb nichts anderes übrig, als der „Raser“ schlecht hin auf der Bahn zu sein und an allen vorbei zu ziehen. Das heißt allerdings auch nur, dass auch ich meist nur mit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit gefahren bin. Im Vergleich zum Rest, war das ja bereits Rasen 😂😂

Ach und noch etwas: Höchstgeschwindigkeit in der gesamten Schweiz ist wie gesagt 120km/h, aber zumindest auf meiner Strecke war ich (auch einigen Baustellen wegen) schon froh, wenn man die 100 erlaubt waren..

Landschaften in der Schweiz

Eines muss man den Schweizern allerdings lassen, sie haben die schönsten Landschaften überhaupt! Wäre hier nicht alles so teuer, würde ich sicherlich noch ein paar Tage bleiben. Irgendwann wird das garantiert nachgeholt. Grade der Lago Maggiore ( See zwischen Schweiz und Italien) wurde mir dafür jetzt mehr als nur oft genug empfohlen!

Italien

Grenzübergang

Da der G8 Gipfel bevorsteht und Italien Sorgen vor einem Anschlag hat, wurde das Schengen-Abkommen für ein paar Wochen aufgehoben. Das bedeutet, dass es wieder (kurze) Grenzkontrollen gibt. Insgesamt nichts großes – ich wurde lediglich angehalten, musste sagen weshalb ich wohin möchte, meinen Ausweis zeigen und konnte dann auch schon weiter fahren. Also keine große große Prozedur, aber irgendwie ja schon ungewohnt..

Autobahnen

In Italien angekommen wusste ich, dass der längste Part schonmal geschafft ist. Hier benötige ich zwar keine Vignette, muss dafür aber ganz klassisch an Mautstationen zahlen. Ganz schon happig, wenn ich bedenke, dass grade mal die Fahrt bis nach Genua jetzt schon 17,90€ gekostet hat. Klar, ist jetzt nicht so viel, aber hätte ich für jeden Abschnitt der bisherigen 1.300km soviel Zahlen müssen, wäre so eine Reise wohl nicht machbar.

Jetzt aber zur bescheuertsten Regelung überhaupt: Wer den Führerschein erst seit weniger als drei Jahren hat, darf maximal 100km/h fahren. Wie viele Unfälle wollen die damit bitte hervorrufen?
Ich mein soll ich dann ganz rechts fahren und wenn eine neue Auffahrt kommt diese konstant mit meinen 100km/h blockieren (so schnell sind viele hier in etwa auch auf den Beschleunigungsstreifen, da prinzipiell 130 gefahren werden darf), oder soll ich mit lächerlichen 100km/h auf die zweite Spur fahren und dort alle ausbremsen /auf mich auffahren lassen?

Also in der Theorie vielleicht ein nettes Konzept, aber praktisch leider unbrauchbar!

Tankstellen

Das nächste Vergnügen war das tanken in Italien. Hier habe ich mich sogar für gut vorbereitet gehalten, da ich die verschiedenen Bezeichnungen kannte! Was ich allerdings nicht bedacht habe ist, dass es kaum Tankstellen wie in Deutschland gibt (zumindest hier wo ich bin). Die meisten sind also nicht nur absolut überteuert, sondern bestehen auch nur aus zwei Zapfsäule und einem Automaten, in welchem man im voraus zahlt und die Zapfsäule auswählt. Hier danke ich den beiden jungen Italienern, die mir die das ganze erklärt haben, denn die Schilder waren echt unnütz 😂😂

Campingplatz in Italien

Der Campingplatz in Bogliasco (also bei Genua) hat dafür alles übertroffen!
Das Zelt alleine aufzubauen ist zwar noch immer eine kleine Challenge, aber ich habe es trotz einbrechender Dunkelheit geschafft. Viel kritischer ist, dass ich überhaupt nicht drauf geachtet habe, dass meine Matratze aus dem Auto ein paar cm länger als das Zelt ist. Aber diagonal passt es dann zum Glück  doch so eben.

Zeltplatz mit Meerblick

Mein Zelt habe ich dabei sogar freiwillig unnötig weit vom Auto aufgebaut, um dafür Meeresblick zu haben 😍
Das ist echt atemberaubend! Hier sitze ich jetzt grade auch, während ich diesen Beitrag vorschreibe. Das beste allerdings ist, dass wir gleich bereits Mitternacht haben und ich noch gemütlich ohne Jacke vor dem Zelt sitzen kann!

Außerdem erwähnenswert ist das Restaurant hier auf dem Campingplatz. Neben meiner ersten Italienischen Wörtern welche mir von der Kellnerin beigebracht wurden, gab es hier erstmal ganz klassische eine Pizza Margherita, welche wohlgemerkt vorzüglich schmeckte! Und das lag definitiv nicht nur an meinem enormen Hunger.

So, das war aber glaube ich genug für heute.. Ich glaube so langsam mache ich mich mal auf den Weg ins Bettchen.

In diesem Sinne wünsche ich dir eine wünsche Nacht! 🙂

Dominic Marcelino

Hey, ich bin Dominic, 18 Jahre alt und habe im März diesen Jahres die Schule hinter mir gelassen. Ein Studienbeginn direkt nach der Schule kam für mich nie in Frage.

Dafür gibt es noch zu viele Abenteuer die vorher erlebt werden möchten. Falls du mehr wissen möchtest, schaue doch einfach auf der "über"-Seite vorbei, oder kontaktiere mich :-)

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